Meinung

Meinungsstarke Glossen, Essays und Co findest Du hier: Von veganem Leben, über unverständliche Entscheidungen des Kultusministeriums, bis hin zum Wahlrecht ab 16. Mehr Ansichten auf einem Haufen findet man kaum!

  • Allgemein,  Meinung

    Eingang zugemauert, Hintertür sperrangelweit offen

    Warum das KI-Verbot am GSG scheitern wird

    Ein Kommentar von Lukas Harper, 9d

    Seit vergangenem Mittwoch sind ChatGPT, PerplexityAI, Microsoft Copilot und Co. auf unseren schulischen iPads gesperrt. Nachdem zu Beginn des zweiten Halbjahres auch die Handys aus der Schule verbannt wurden, sind wir nun komplett in die entdigitalisierte Steinzeit zurückgekehrt.
    Nun ja. So schlimm ist es dann ja doch nicht. Und die Sperre für sämtliche künstliche Intelligenzen hat ja auch einen Grund: Es wurde ausgenutzt.

  • Allgemein,  Meinung

    Der Hype um Skinny Culture

    Ein Kommentar von Chiara Mosca

    „Nichts schmeckt so gut, wie es sich anfühlt, dünn zu sein“ dieser Satz -beziehungsweise die englische Originalversion „nothing tastes as good as skinny feels“- kam vom Model Kate Moss in den 90er Jahren und wird heute, sowie damals als sehr kontrovers angesehen. Wenn man bedenkt, was für einen großen Einfluss Moss auf junge Mädchen hatte, ist die Kritik auf jeden Fall gerechtfertigt.
    Die 90er waren dafür bekannt, dass die Models der Zeit dünner denn je waren. Wobei dünn kein Ausdruck ist, abgemagert trifft es eher.
    Wie schon immer kehren Trends zurück und damit auch der sogenannte „Heroin chic“ Trend. Wie es sich mit dem Namen vermuten lässt, ist die Ästhetik von sehr dünnen Körpern, dunklen Augenringen und ungekämmten Haaren geprägt. Es war trendig, drogenabhängig auszusehen.

  • Allgemein,  Meinung

    Haben wir schon aufgegeben?

    Von „Marktplatz Gesellschaft“ und „Wir schaffen das!“

    Ein Kommentar von Luca Antonio Pavone

    Von „How dare you?“ und „Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen“ (Greta Thunberg 2019) zu „Fuck it, ich hab gelebt“ (Zartmann 2024).

    Haben wir schon aufgegeben? Haben uns der Krieg in der Ukraine, Spannungen im Nahen Osten, Umweltkatastrophen wie im Ahrtal und Waldbrände in Frankreich oder Spanien, der Rechtsruck unserer Gesellschaft, Inflation, die Frage nach der Rente, Trump, der drohende Jobverlust durch KI, der nicht mehr für alle bezahlbare Führerschein und ein marodes Schienennetz all unsere Hoffnung genommen? Diese Vielzahl an Krisen erzeugt bei vielen Jugendlichen – auch bei mir – ein Gefühl der Überforderung und Ohnmacht. Welche Folgen für den Lebensstil junger Menschen haben diese Ereignisse, und wie steht dieser im Kontrast zu der Auffassung unseres Bundeskanzlers: „Wir müssen wieder mehr arbeiten!“? Sind junge Menschen einfach faul? Haben wir sie vergessen? Oder muss Politik den Fokus von der Befriedigung des Willens der Generation, die sie wählt, auf die richten, deren Lebensrealität langfristig verändert wird?

  • Allgemein,  Meinung

    Unsere Bibliothek…

    …ist kein Lernort mehr

    Ein Kommentar von Lukas Harper, 9d

    Unsere Schulbibliothek wurde „neu gedacht“. Neue Möbel, bunte Couches, offene Flächen, ein frisches Design mit neuen Lernräumen, auch in anderen Räumen nebenan. Alles WIRKT moderner, zeitgemäßer. Es war längst überfällig, die PCs aus dem letzten Jahrhundert und die großen grauen Regale vor die Tür zu stellen. Kurz: Es sieht gut aus.

    Nur leider funktioniert es nicht so, wie es eigentlich sein sollte.

  • Allgemein,  Interviews,  Meinung,  Podcast

    HEADLINE-Nachgefragt mit Astrid Wallmann (CDU)

    Astrid Wallmann ist die Präsidentin des Hessischen Landtages. Die 46-jährige übt dieses Amt seit 2022 aus und ist damit die direkte Nachfolgerin von Boris Rhein. Protokollarisch steht sie trotzdem über ihm als wichtigste Frau in Hessen. Zuvor war Wallmann stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Deutschlands und seit 2009 Mitglied des Hessischen Landtages.

  • Allgemein,  Meinung

    Das Freund-Feind-Denken in der Politik

    Warum wir politische Grautöne verlieren

    Ein Meinungsbeitrag von Marie Lüder, 12 C

    „Unsere Klasse gegen die anderen. Die 2b macht es richtig und alles, was die 2d macht, ist blöd. Nur wir haben recht!“ Solches Pausengeplauder ist in der Grundschule oder im Kindergarten allgegenwärtig. Kinder sehen sich und ihre Freunde als absolut richtig an, während die anderen automatisch als böse gelten. Folglich ist alles, was „die anderen“ tun, ebenfalls falsch, böse und unfair.

  • Allgemein,  Meinung

    Böllern an Silvester

    Maximaler Spaß für die einen, Horror für die anderen

    Ein Beitrag von Mia Sophie Reil, Klasse 12

    Neue Vorsätze, feiern mit der Familie oder einfach ein feierlicher Start in ein möglichst besseres neues Jahr. So verstehen viele Menschen Silvester. Doch was ist, wenn das neue Jahr für manche nicht mit Hoffnung beginnt, sondern mit Angst, Schmerzen oder bleibenden Schäden?

  • Allgemein,  Aus dem Unterricht,  Meinung

    Sapere aude

    Nie wieder Kant!

    Ein Meinungsbeitrag von Lukas Harper, 9d

    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Bla, bla, bla…“ Wenn dir dieser Satz fremd vorkommt, du ihn nie abgeschrieben und im Halbschlaf vor dich hingemurmelt hast, warst du entweder nie im Geschichtsunterricht oder hast großes Glück mit deinem Lehrplan gehabt.

  • Allgemein,  Meinung

    Schwarz-Rot-Gold

    Wieso ich gegen Dauerbeflaggung bin und was das mit einem neuen Haarschnitt zu tun hat

    Ein Essay von Lukas Harper, 9d

    Wenn ich nachmittags mit dem Bus von der Schule nach Hause fahre, sehe ich am Ortseingang meines Wohnortes immer eine große Deutschlandflagge an einem Fahnenmast flattern. Nicht am Rathaus oder einem anderen städtischen Gebäude, sondern an einem Privathaus. Anfangs habe ich jedes Mal hingeschaut. Ich habe mir überlegt, wer dort wohl wohnt, welche politische Einstellung diese Menschen haben könnten und warum sie uns die Flagge dauerhaft präsent vor die Nase halten. Schwarz-Rot-Gold ist eben nicht hundertprozentig „akzeptiert“ in Deutschen Einfahrten und der Schrebergartensiedlung. Um nicht zu sagen: Verpönt.
    Mittlerweile schenke ich der Flagge im Vorbeifahren kaum noch Beachtung. Sie ist einfach da. Seit ich ans GSG fahre. Ich habe mich daran gewöhnt. Und genau darin liegt das Problem: Wenn ein Symbol ständig präsent ist, wird es unsichtbar. Es verliert seine Wirkung, wird zu einem alltäglichen Gegenstand.

  • Allgemein,  Meinung

    Die Erde – kein Zirkuszelt, sondern unsere Manege

    Ein Meinungsbeitrag von Marie Lüder, 12C

    „Eine Wurst ist eine Wurst. Wurst ist nicht vegan.“ Kommt euch dieses Zitat bekannt vor? Kein Wunder- man könnte meinen, dass wir momentan überall, in allen Medien, Fernsehprogrammen und Zeitungen, mit solchen polarisierenden Aussagen und Debatten konfrontiert werden. Dabei bleibt das angesprochene Verbot, Veggie-Alternativen wie Schnitzel, Bratwurst oder Hähnchen dementsprechend zu benennen, kein Einzelfall. Ein weiteres Beispiel für solche nebensächlichen Verbote ist das Verbot, zur Ehre der LGBTQ+-Community während des Pride-Months eine Regenbogenflagge am Bundestag zu hissen. Denn laut Friedrich Merz sei dieser „kein Zirkuszelt“.